Ertingen ist Glasfasermodellgemeinde

- Highspeedinternet - in Ertingen beginnt die Glasfaserzukunft
Die Gemeinde Ertingen erhielt als eine der ersten Gemeinden landesweit einen Förderbescheid in Höhe von 255.000,-- Euro aus dem Sonderförderprogramm „Breitbandinfrastruktur Ländlicher Raum“. Gefördert werden hier modellhafte Vorhaben zur direkten Versorgung von Gewerbebetrieben mit der schnellen Glasfaserleitung.
Die Unternehmen im Gewerbegebiet „Brühl“, Binzwangen sowie im Gewerbegebiet „Nord“, Ertingen werden von dieser Förderung profitieren. Auch die Ortschaft Binzwangen wird in diesem Zuge mit DSL versorgt werden. Allerdings über die Anbindung der vorhandenen Kupferleitungen. Nicht so die Betriebe: Wird über das Kupfernetz maximal eine asymmetrische Datenrate von 16 Mbit/s im Download und 1Mbit/s im Upload erreicht, haben die Gewerbebetriebe die Möglichkeit über die Glasfaseranschlüsse symmetrische Datenraten von 50 Mbit/s (Up- und Download) und mehr zu erhalten. Diese FTTH-Technik („Fiber to the Home“) ermöglicht die unglaubliche Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit/s.
Bürgermeister Leitz sieht in der Ertinger Vorreiterrolle einen maßgeblichen Standortfaktor. Es gibt landesweit bislang nur einige wenige Kommunen, die ihren Betrieben diese Möglichkeit eröffnet haben. Der Ertinger Gemeinderat schlug recht früh den innovativen Weg ein, auf das zukunftsweisende Glasfaserkabel direkt zu den Betrieben zu setzen und beauftragte ein entsprechendes Ingenieurbüro mit der Konzeptplanung.
Über das Regierungspräsidium hat Leitz Anfang des Jahres erfahren, dass das Land im Rahmen des Konjunkturprogramms II ein neues Förderprogramm auflegen werde, welches auch die Ertinger Ideen zum Inhalt habe. Und nun hat es gleich auf Anhieb zum Modellprojekt gereicht. Das Vorhaben scheint sich herum zu sprechen: „Heute Morgen rief bereits die Stadt Geislingen an und hat nachgefragt!“ so Bürgermeister Leitz. Die Ausschreibung der Leerrohrtrassen läuft bereits. Die Verhandlungen mit den Providern sind in vollem Gange. Aus heutiger Sicht soll die Leitung im nächsten Frühjahr in Betrieb gehen.
Schwäbische Zeitung vom 09.10.2009

