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Neue Bildungspartnerschaft

„Ein Mosaikstein nach dem anderen wird fertig", freut sich Bürgermeister Michael Schrenk in einem Besprechungszimmer im Rathaus in Herbertingen. Nach Bildung der neuen Werkrealschule kommt nun eine Bildungspartnerschaft dazu. Noch im Dezember 2009 legten die Verantwortlichen den Grundstein für die kommunale Werkrealschule der Gemeinden Ertingen und Herbertingen.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser neuen Werkrealschule wird die Bildungspartnerschaft zwischen der Schule und Unternehmen vor Ort sein. An der Michel-Buck-Schule in Ertingen gibt es das so genannte „Mittwochspraktikum" bereits seit drei Jahren. „Das ist ein gutes Vorbild für uns. So eine Vernetzung mit den Betrieben bekommen wir nun in Herbertingen auch", macht Schrenk deutlich.

Der Bürgermeister nennt erfreulicherweise Zahlen für Herbertingen. Es gibt derzeit bereits 22 Betriebe, die 29 Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler der neuen Werkrealschule anbieten. Dass bereits so viele Betriebe mitziehen, findet auch Bärbel Heydasch toll. Die Vorsitzende vom Herbertinger Gewerbeverein ist auf das „Mittwochspraktikum" besonders gespannt, da ihr Sohn Achtklässler sein wird, wenn´s los geht. Für diese Klassenstufe ist die Bildungspartnerschaft gedacht.

„Diese neue Regelmäßigkeit ist auch für uns neu", sagt Joachim Schalong von der Firma Zollern dazu, und Alexander Sperl, Geschäftsführer vom Caritasverband Sigmaringen, sieht vor allem Chancen, den Nachwuchs zu sichern. Gerade in Altenpflegeheimen reichten die Arbeitskräfte zwar noch aus, aber die Bewerbungen wurden weniger.

Genauer Start dafür ist der Beginn des Schuljahres 2010/2011, also der 13. September. Die Schüler werden dann ab der zweiten Schulwoche mit dem „Mittwochspraktikum" beginnen, also ab dem 22. September. „Diese Bildungspartnerschaft läuft in Ertingen mit Firmen vor Ort bereits gut", sagt Markus Geiselhart. Der Rektor der Schule in Ertingen, die zur neuen Werkrealschule der Gemeinden Ertingen und Herbertingen wird, sieht darin eine nachhaltige Sache, die Qualität und Zukunftsperspektiven ermögliche, Lebenswirklichkeit bringe und Identifikation schaffe.

Schüler lernen Firmen vor Ort kennen und stellen diese im Unterricht anderen Schülerinnen und Schülern vor. Für Firmen wachsen die Chancen, gutes Personal zu finden. Das sieht Edeltraud Neher vom Staatlichen Schulamt Biberach ähnlich. „Diese Entschulung tut sicherlich gut. Lernen wird so echter und lebensnaher", sagt die Schulrätin. Schüler sammeln so früh Erfahrungen, welche von ihnen später im Berufsleben verlangt werden. Nicht zuletzt würde durch diese neue Bildungspartnerschaft auch die Chance des Einzelnen auf einen Arbeitsplatz steigen. Die gemeinsame Schule sowie die Bildungspartnerschaft werde gut funktionieren, so Ertingens Bürgermeister Alexander Leitz. Wichtig sei dabei, dass dies dann auch so in der Praxis bei den Familien ankomme.


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