Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Bekanntmachung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über die Ausschreibung des Jahresprogramms 2021

vom 15. Mai 2020

Anträge sind bei der Gemeinde bis spätestens 14.08.2020 einzureichen!
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz schreibt hiermit das Jahres-programm 2021 zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) aus. Grundlage ist die Verwaltungsvorschrift zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum - ELR - vom 9. Juli 2014, ergänzt am 19. April 2016 (www.mlr.baden-wuerttemberg.de, Stichwort „ELR“)
Grundsätzliches
Voraussetzung für eine Förderung sind kommunale Aufnahmeanträge.
Förderschwerpunkte 2021
Förderschwerpunkt Grundversorgung
Der Förderschwerpunkt Grundversorgung hat weiterhin hohe Priorität. Dazu gehören vor allem Dorfläden, Dorfgaststätten, Metzgereien und Bäckereien sowie Ärzte, Physiotherapeuten und Handwerksbetriebe.
Lokale Grundversorgung
Neben dem Förderschwerpunkt Innenentwicklung/Wohnen hat der Förderschwerpunkt Grundversorgung weiterhin hohe Priorität. Die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen ist und bleibt ein wichtiger Standortfaktor für den Ländlichen Raum.
Sonderlinie Dorfgastronomie
Mit der 2020 eingeführten Sonderlinie sollen gastronomische Betriebe im Ländlichen Raum noch stärker als bisher bei erforderlichen Investitionen unterstützt werden, um die Versorgung und Verpflegung der Bevölkerung zu sichern, aber auch um den Ort als wichtigen Treffpunkt für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen zu würdigen.
Innen- und Ortskernentwicklung
Der Bedarf an zeitgemäßem, bezahlbarem Wohnraum ist weiterhin hoch.
Etwa die Hälfte der zur Verfügung stehenden Fördermittel wird auch in diesem Programmjahr wieder für den Schwerpunkt „Innenentwicklung/ Wohnen“ eingesetzt. Im Fokus steht die innerörtliche Nachverdichtung, also vorrangig Umnutzungen leerstehender Gebäude, Aufstockungen von Gebäuden sowie die Bebauung langjähriger Baulücken im Ortskern. Förderfähig sind sowohl durch den Antragsteller oder Verwandte ersten und zweiten Grades eigengenutzte Wohnungen (Umnutzung, Modernisierung, Neubau) als auch Mietwohnungen zur Fremdnutzung (Umnutzung und Modernisierung). Um die innerörtliche Entwicklung in Gang zu bringen, muss häufig zuerst Platz für eine nachfolgende Neuordnung und Bebauung geschaffen werden. Die Aktivierung innerörtlicher Flächen unterstützt das ELR deshalb durch die Förderung von Zwischenerwerb, Abbruch und Neuordnung.
Förderzuschlag bei CO2-Speicherung
Mit dem ELR sollen zudem bioökonomiebasierte Bauweisen gefördert werden. Dazu zählt die Anwendung ressourcenschonender, CO2 bindender Baustoffe wie Holz. Beim überwiegenden Einsatz nachwachsender Rohstoffe- in der Regel dürfte dies vor allem Holz sein- wird der Fördersatz um 5 %-Punkte erhöht. Der Einsatz von CO2 bindenden Baustoffen ist durch eine zusätzliche Erklärung (Formular ELR-9) mit der Antragstellung zu bestätigen.
Im Förderschwerpunkt Arbeiten soll vorrangig die Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern gefördert werden, zum Beispiel die Verlagerung eines emissionsstarken Betriebs in das nahegelegene Gewerbegebiet. Die frei werdende innerörtliche Fläche kann dann anschließend einer nachbarschaftsverträglichen Nachnutzung zugeführt werden.
Die Förderung von Modernisierung und Umbau von Rathäusern und Kindergärten ist im Zusammenhang mit Anpassungsmaßnahmen und Restrukturierungen möglich.
Verfahrensablauf:
Anträge auf Aufnahme in das Förderprogramm können ausschließlich über die Gemeinde gestellt werden. Wer 2021 ein Vorhaben verwirklichen will, das unter die genannten Fördervoraussetzungen fällt, wird gebeten, einen entsprechenden Förderantrag bis spätestens 14.08.2020 bei der Gemeinde Ertingen einzureichen.
Die ausführliche Bekanntmachung können Sie auch hier nachlesen.
Die gesamte Ausschreibung sowie die für die Antragstellung notwendigen aktuellen Formulare sind unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELR-Antragstellung.aspx abzurufen.
Ansprechpartnerin bei der Gemeinde ist Frau Baur, Tel.: 07371 508-59, E-Mail: a.baur@ertingen.de.